Freiwilligenarbeit hilf Herz und Kreislauf

Wer ehrenamtliche Tätigkeiten ausführt, unterstützt damit nicht nur andere Menschen oder Tiere. Auch das eigene Herz-Kreislauf-System kann davon profitieren. Das belegt eine Studie dreier Forscherinnen. Sie untersuchten kanadische Jugendliche. Erschienen ist die Arbeit in dem wissenschaftlichen Fachmagazin JAMA Pediatrics.

Im Ergebnis wiesen die ehrenamtlich tätigen Jugendlichen einen deutlich geringeren Cholesterin-Spiegel auf gegenüber der Kontrollgruppe, schreiben die Forscherinnen. Außerdem hätten sie weniger Entzündungsanzeichen sowie einen geringeren Body-Mass-Index. Diejenigen, die am meisten Hilfsbereitschaft und Einfühlungsvermögen an den Tag legten, verringerten ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen am stärksten.

Erklären ließe sich das aufgrund der Verbesserung von schlechten Stimmungen, Depressionen und des Selbstvertrauens infolge von Freiwilligenarbeit. Diese Effekte seien in zahlreichen Studien bewiesen worden. Ferner könne sich Hilfsbereitschaft und Einfühlungsvermögen positiv auf die körperliche Gesundheit auswirken.

Die Wissenschaftlerinnen teilten 106 15- bis 16-jährige Schülerinnen und Schüler in zwei Gruppen ein. Eine Hälfte half Grundschulkindern bei ihren Hausaufgaben und der Freizeitgestaltung. Zehn Wochen lang machten sie das wöchentlich eine bis 1,5 Stunden. Die andere Gruppe war bloß auf einer Liste für ein zukünftiges Ehrenamt eingetragen. Alle Testpersonen wurden vor und nach dem Experiment bezüglich ihrer körperlichen und psychischen Gesundheit untersucht.

Die Studienergebnisse decken sich mit früheren Untersuchungen. Eine Arbeit weist beispielsweise drauf hin, dass Helfen das Risiko an einer Erkrankung zu sterben, reduziert. Und zwar mehr, als die Inanspruchnahme von Hilfe.

 

  • Schreier, Hannah M. C., Kimberly A. Schonert-Reichl & Edith Chen, 2013: Effect of Volunteering on Risk Factors for Cardiovascular Disease in Adolescents. A Randomized Controlled Trial. In: JAMA (The Journal of the American Medical Association) Pediatrics. DOI: 10.1001/jamapediatrics.2013.1100

  • Brown, Stephanie L. , Randolph M. Nesse, Amiram D. Vinokur & Dylan M. Smith, 2003: Providing Social Support May Be More Beneficial Than Receiving It. Results From a Prospective Study of Mortality. In: Psychological Science, Ausgabe 14(4), Seiten 320-327. DOI: 10.1111/1467-9280.14461

  • Foto: S. Hofschlaeger / pixelio.de

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