Ansteckende Solarzellen

Haben Ihre Nachbarn Sonnenkollektoren? Falls ja, erhöht sich damit die Wahrscheinlichkeit, dass weitere Installationen hinzu kommen. Das geht aus einer neuen Studie hervor, veröffentlicht in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Marketing Science. Demnach ließen zehn extra Fotovoltaik-Anlagen innerhalb eines Postleitzahlenbereichs die Wahrscheinlichkeit um 7,8 Prozent steigen.

Ausschlaggebende Gründe dafür seien die Sichtbarkeit der Anlage auf dem Dach des Nachbarn sowie Gespräche darüber. Wenn er von wirtschaftlichen Vorteilen erzähle, könne dies zur Nachahmung ermutigen. Ferner könne es unter Nachbarn eine Art Wettbewerb geben, bei dem keine Partei das Nachsehen haben möchte.

Die Forscher analysierten etwa 85000 geplante und vollendete Installationen im US-amerikanischen Kalifornien. Von Januar 2001 bis Dezember 2011 dauerte die Untersuchung. Die Ergebnisse könnten nach Ansicht der Wissenschaftler nicht nur das Marketing von Solarunternehmen verbessern. Auch auf die Vermarktung anderer grüner Technologien seien sie übertragbar.

 

  • Bollinger, Bryan & Kenneth Gillingham, 2012: Peer Effects in the Diffusion of Solar Photovoltaic Panels. In: Marketing Science. DOI: 10.1287/mksc.1120.0727

  • Illustration: Gerd Altmann / pixelio.de

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Eingeordnet unter Energie, Wirtschaft, Wissen(schaft)

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