Kaufkraft stark gestiegen

Dem Empfinden einiger dürfte dies widersprechen: Dennoch sei die durchschnittliche Kaufkraft der Nettoverdienste erheblich gestiegen innerhalb der letzten 50 Jahre. Das geht aus einem Schriftstück des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln hervor. Zudem sei das Warenangebot vielfältiger geworden. Insgesamt habe sich die Kaufkraft der Nettoverdienste in Deutschland nahezu verdreifacht.

Trotz einer Vervierfachung der Verbraucherpreise, stiegen die Einkommen seit 1960 wesentlich schneller als das Preisniveau, die Steuern und Sozialabgaben, heißt es weiter in dem Dokument. Musste ein westdeutscher Arbeitnehmer 1960 im Durchschnitt noch 2:37 Stunden für ein Kilogramm Schweinekotelett arbeiten, waren es 2009 nur 32 Minuten. Zehn Eier kosteten ihn früher 51 Minuten Arbeitszeit. Heute seien es acht Minuten. Für einen Liter Vollmilch oder 250 Gramm Markenbutter arbeitete er 1960 11 bzw. 39 Minuten, wohingegen es im Jahr 2009 drei bzw. vier Minuten waren. Da die Bestände des ehemals weit verbreiteten Kabeljau dezimiert wurden, erforderte der Genuss des Meeresfisches 2009 1:06 Stunde Arbeitszeit, wohingegen sie 1960 bei 56 Minuten lag.

 

  • Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) (Hrsg.), 2010: Kaufkraft. Acht Minuten für zehn Eier. In: iwd – Informationsdienst des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, Ausgabe 36(20), Seite 2. Von Christoph Schröder. ISSN 0344-919X

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