Verjüngung bei Stammzellen: Alterungsprozesse rückgängig gemacht

Auf der Spur der ewigen Jugend. Einer Forschergruppe aus Deutschland und den USA ist es erstmals gelungen, adulte Stammzellen zu verjüngen. Diese gealterten Zellen seien nach der Verjüngung genau wie ihre jungen Gegenstücke dazu in der Lage, an der Blutbildung mitzuwirken. Das berichten die Wissenschaftler in dem Fachjournal Cell Stem Cell.

Mittels einer Substanz, namens CASIN, senkten die Forscher den für das Altern jener Stammzellen typischerweise hohen Spiegel eines Eiweißstoffes. Während junge Stammzellen eine geordnete Struktur aufweisen, verschwinde diese Ordnung im Laufe ihres Alters. Nach Ansicht der Wissenschaftler ist das vermutlich der Grund für die Funktionseinbußen bei gealterten Stammzellen. Einhergehend mit der Absenkung der hohen Werte des Eiweißstoffes, stelle sich jedoch die Ordnung und somit ihre Blutbildungsfunktion wieder her.

Möglicherweise könnten die Ergebnisse dazu beitragen, Erkrankungen wie Immunabwehrschwächen oder Blutarmut zukünftig besser behandeln zu können, hoffen die Forscher. Zudem vermuten sie, dass sich ihre Erkenntnisse auf andere Zellen übertragen lassen.

 

  • Florian, Maria Carolina, Karin Dörr, Anja Niebel, Deidre Daria, Hubert Schrezenmeier, Markus Rojewski, Marie-Dominique Filippi, Anja Hasenberg, Matthias Gunzer, Karin Scharffetter-Kochanek, Yi Zheng & Hartmut Geiger, 2012: Cdc42 Activity Regulates Hematopoietic Stem Cell Aging and Rejuvenation. In: Cell Stem Cell, Ausgabe 10(5), Seiten 520-530. DOI: 10.1016/j.stem.2012.04.007

3 Kommentare

Eingeordnet unter Medizin, Wissen(schaft)

3 Antworten zu “Verjüngung bei Stammzellen: Alterungsprozesse rückgängig gemacht

  1. Barbara Reisinger

    Weiss man denn, wie sich diese reprogrammierten Stammzellen entwickeln? Merken die sich nicht woher sie kommen? Wissen diese, wo sie hinsollen, Entartung nicht ausgeschlossen? Ist nicht die Rezidivrate bei Krebstherapien erhöht?

  2. @Barbara Reisinger: Gar nicht so leicht zu beantworten, Ihre Fragen. Um ehrlich zu sein, weiß ich das auch nicht. Ich bin kein Stammzellenforscher. Ihre Befürchtungen erscheinen mir aber eher unwahrscheinlich. Wirklich sicher kann das wohl vermutlich niemand sagen.
    Kann vielleicht einer der Leserinnen oder Leser dazu etwas schreiben?

  3. Pingback: Neuer Blogrolleintrag: Wissenschaft und Schreie « Der Nesselsetzer

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