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Solarzellen aus günstigem Zink

Fast 3000 Euro Preisunterschied pro Kilogramm. Das könnte sich positiv auf die Produktionskosten von Farbstoff-Solarzellen auswirken. In dem wissenschaftlichen Fachblatt Chemical Communications berichten Forscher von ihrer Entdeckung: Sie konnten erstmalig zeigen, dass Zink anstelle des äußerst seltenen Metalls Ruthenium bei der Herstellung von Farbstoff-Solarzellen eingesetzt werden kann. Ersteres ist bisher in rauen Mengen vorhanden und kostet 1,50 pro Kilogramm. Demgegenüber schlägt ein Kilo Ruthenium mit fast 3000 Euro zu buche. Ferner sei den Wissenschaftlern eine neuartige Methode zur Produktion und Verankerung von Farbstoffen auf der Oberfläche von Nanopartikeln (Titandioxid) gelungen.

Farbstoff-Solarzellen werden aus Titandioxid gefertigt. Darauf ist ein Farbstoff, basierend auf Ruthenium oder Zink, verankert. Er dient der Absorption von Sonnenlicht. Der Farbstoff wiederum leitet Elektronen an den Halbleiter Titandioxid: Es fließt Strom. Gleichwohl merken die Forscher an, dass die neuen, mit Hilfe von Zink hergestellten Farbstoff-Solarzellen bisher wenig effizient seien. Dennoch versprechen sich die Wissenschaftler mit ihrer Entdeckung einen Beitrag zu einer neuen Generation von Solarzellen geleistet zu haben.

 

  • Bozic-Weber, Biljana, Edwin C. Constable, Nik Hostettler, Catherine E. Housecroft, Ralf Schmitt & Ewald Schönhofer, 2012: The d10 route to dye-sensitized solar cells: step-wise assembly of zinc(II) photosensitizers on TiO2 surfaces. In: Chemical Communications. DOI: 10.1039/C2CC31729J

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