Tagesarchiv: 16. April 2012

Fleischkonsum erhöht Sterberate

Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde, Kaninchen und Wild. Sie alle werden zu rotem Fleisch verarbeitet. In einer großen Vergleichsstudie konnten Forscher nun einen Zusammenhang zwischen dem Konsum von rotem Fleisch und einer erhöhten Sterberate beim Menschen feststellen. Demnach steigere der Verzehr insgesamt das Risiko an Krebs und Herzkreislauferkrankungen zu sterben. Dies gilt für verarbeitetes wie auch unverarbeitetes Fleisch.

Nach Schätzungen der Wissenschaftler kann die Gefahr um 7 bis 19 Prozent verringert werden, indem rotes Fleisch durch andere Nahrungsmittel ersetzt wird. Als Beispiele nennen sie fettarme Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Vollkorn, Fisch und Geflügel. Weiterhin vermuten sie, dass etwa acht bis neun Prozent der Todesfälle hätten verhindert werden können, wenn alle Person weniger rotes Fleisch gegessen hätten.

Für die Studie griffen die Forscher auf Daten von gut 120000 Probanden zurück. Sie wurden im Rahmen zweier anderer Arbeiten in den Jahren 1980 bis 2008 erhoben. Dass Fleischkonsum zu einem gesteigerten Risiko chronischer Krankheiten führen kann, war bekannt. Neu an dieser Studie, ist die direkte Auswirkung auf die Sterblichkeit. Veröffentlicht wurde sie in dem wissenschaftlichen Fachmagazin Archives of Internal Medicine.

 

  • Pan, An, Qi Sun, Adam M. Bernstein, Matthias B. Schulze, JoAnn E. Manson, Meir J. Stampfer, Walter C. Willett & Frank B. Hu, 2012: Red Meat Consumption and Mortality. Results From 2 Prospective Cohort Studies. In: Archives of Internal Medicine, 172(7):555-563. DOI: 10.1001/archinternmed.2011.2287


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